Exsonvaldes, Luna Shadows, Whales & This Lake


Exsonvaldes «Walls» – die französische Band gehört ja fast schon zum festen Inventar meines Blogs, begleiten sie mich doch schon seit einigen Jahren mit ihrer sanft dahingleitenden Indiepop-Musik. Ihr neues Album «Aranda» ist vor einiger Zeit erschienen und kann mich als Ganzes diesmal leider nicht vollends begeistern. Dennoch enthält es wieder einige wunderbare Songs, wie das Duett mit Helena Miquel oder eben «Walls».



Luna Shadows «Waves» – und nun zu etwas ganz anderem: Pop. Also richtigem Pop. :-) Die Sängerin hat unlängst ihre neue EP «Summertime» herausgebracht, die ihren Namen nicht zu Unrecht trägt, denn solche Klänge kommen natürlich am besten bei 30 Grad aufwärts.



Whales & This Lake «Right hand finger» – und noch einmal Elektromusik, in diesem Falle schon aus dem letzten Jahr, aber mir erst jetzt zu Ohren gekommen. Das norwegische Trio überzeugt mit sehr abwechslungsreichen Songs, die mich zuweilen an z.B. Archive erinnern.

PALE DīAN, Graveyard Club, Daisy Victoria


PALE DīAN «In a day» – die letzten Jahre waren ja u.a. geprägt von Comebacks alter Shoegazehelden – Slowdive, Lush, Ride (und MBV, aber die mochte ich nie sonderlich). Es fehlen eigentlich nur noch Curve und die Cocteau Twins. Doch halt, was ist das? Kaum ertönen die ersten paar Takte der aktuellen Single der US-Band PALE DīAN, fühlt man sich unweigerlich in die 80er und Elizabeth Fraziers und Robin Guthries veschrobene Wave-/Shoegazemusik zurückversetzt. Sehr erstaunlich, was diese jungen Leute da veranstalten; das gesamte Debütalbum wirkt sympathisch aus der Zeit gefallen. (Danke an Sublime für den Tipp!)



Graveyard Club «Nightcrawler» – ebenfalls zurück in die 80er beamen uns die Amerikaner vom Graveyard Club, allerdings in eine ganz andere Ecke. Hier dominieren die Synthies und zuckersüße Melodien. Das neue Album «Cellar door» ist eine rundum gelungene Angelegenheit und z.T. noch deutlich besser als die aktuelle Single.



Daisy Victoria «Pain of dancers» – bereits nach wenigen Sekunden der aktuellen Single der xxxen Sängerin ist klar, welche Einflüsse ihre Musik hat: Kate Bush und PJ Harvey. Eine coole Mischung!

Spectacular Spectacular, Jenny Besetzt, King Creosote


Spectacular Spectacular «Orange Juice» – tja, so kann es laufen – da lernt man ein höchst unterhaltsames Album aus dem letzten Jahr erst das Jahr darauf kennen, so dass es leider keine Berücksichtigung bei den Jahrescharts finden konnte. Ein wenig ungerecht ist das schon. Wie im Fall Spectacular Spectacular – das Trio aus Los Angeles hat ihr Album «Blur» im Juni 2015 veröffentlicht, und zeigt darauf eine sehr gelungene Mischung aus Pop und Indiegitarren.



Jenny Besetzt «Authorless speech» – hinter dieser Band mit dem etwas seltsam anmutenden Namen verbirgt sich eine PostPunk-Combo aus North Carolina. Ihr neues Album «Tender madness» klingt vor allem durch die markante Stimme des Sängers ziemlich 80er lastig.



King Creosote «You just want» – der schottische Sänger Kenny Anderson, alias King Creosote, ist mit einer neuen Scheibe zurück. Anfang September wird «Astronaut meets Appleman» erscheinen, und die neue Single ist bereits ausgesprochen vielversprechend.


King Creosote - You Just Want (Official Audio) von domino

bat or, Lions of Dissent, Massive Attack


bat or «A place» – schön, dass es immer wieder neue, junge Bands gibt, die es schaffen, klassische Wave-Sounds mit moderner Instrumentierung zu paaren. Bat or aus London sind so eine erfrischende Band, deren allererster Single, Vorbote einer Debüt-EP, die noch in diesem Jahr erscheinen soll, bei mir genau in die richtigen Kerben schlägt. Ein bisschen Curve höre ich am Anfang sogar auch raus. (Danke für den prima Tipp an Nicorola.)


Lions of Dissent «Heaven sent» – nach einer klassischen Mischung aus Shoegaze und Madchester klingt diese Band aus Wolverhampton. Die Briten scheinen sich nach den jahrelangen enervierenden Indierockexzessen wieder mehr auf ihre Wurzeln zu besinnen, was bei mir natürlich gut ankommt!


Massive Attack feat Hope Sandoval «The Spoils» – Massive Attack mag ich tatsächlich immer noch oder immer mal wieder, und die neue Single mit Hope Sandoval ist echt prima geraten.

TW Walsh, Ida Stein

TW Walsh «Young rebels» – Hand aufs Herz, ich habe von diesem Sänger aus boston bislang noch nie etwas gehört, obwohl er bereits mehrere Alben herausgebracht hat. Umso glücklicher bin ich, nun auf ihn gestoßen zu sein, denn sein neuestes Werk «Fruitless research» ist wirklich ausgesprochen unterhaltsam. Frönte er früher dem eher akustischen Folk, werden hier nun deutliche 80er Anleihen und Synthies verwoben zu einer stimmungsvollen, leicht melancholischen Musik.



Ida Stein «Hometown» – und noch eine Sängerin, die ich bis vor wenigen Tagen nicht kannte. Sie stammt aus Norwegen und hat kürzlich ihre aktuelle Single veröffentlicht. Sehr hübscher, flotter Pop.


Abay, Camera


Abay «The Queen is dead» / «1997 (Exit A)» – seit seinem Ausstieg bei der deutschen Indierock-Band Blackmail war Aydo Abay nicht untätig. So spielte er u.a. als Crash:Consipracy ein eher elektronisches Album ein. Und nun hat er eine neue Band am Start, die seinen Namen trägt, und auf dem Debütalbum «Everything's amazing and nobody is happy» im Grunde an frühere Blackmailzeiten anknüpft. Es gibt ruhigere Pianopassagen, krachige Gitarrenparts und immer wieder schöne, manchmal gar poppige Melodien. Das Gesamtwerk kann sich mehr als nur hören lassen– es ist bei mir schon mal ein heißer Anwärter auf einen Platz in meinen 2016er Album-Top 5!





Camera «Tjamahal» – und dann gleich die zweite deutsche Band hinterher. Camera sind wieder da und frönen auch auf ihrem zweiten Album hemmungslos dem Krautrock. Besonders gelungen ist dies bei der aktuellen Single – herrlich.

Josefin Öhrn + The Liberation, Stilla Havet


Josefin Öhrn + The Liberation «In Madrid / Rainbow Lollipop» – ich glaube, ich habe eine neue schwedische Lieblingsband. Jedenfalls tauchen JÖ+TL nun schon zum wiederholten Male in meinem Blog auf. Nicht nur, dass sie letztes Jahr mit ihrem Debütalbum gleich in meine Top 10 geschossen sind, nein, es geht gleich munter weiter, denn im Oktober wird schon das neue Album «Mirage» herauskommen. Darauf wird, wenn die beiden Vorabtracks repräsentativ sein sollten, wieder dem modernisierten Krautrock gefrönt, dass es nur so eine Art ist. Da könnte mein Album des Jahres herannahen...


Stilla Havet «Början på ett slutt» – dann mache ich doch heute einfach mal ein schwedisches Doppel. Stilla Havet ist das neue Soloprojekt von Elias Eriksson und ist gut nach vorne gehender Poppunk. Genau das richtige für diesen Sommer, der eigentlich ein Herbst ist.

Clementine and the Galaxy, Slow Riot


Clementine and the Galaxy «Paradise» – psychedelischer Pop ist ja schon lange auch ein Steckenpferd von mir. Vor allem, wenn, wie im Fall des Brooklyner Duos Clementine and the Galaxy, der Fokus auf dem Pop liegt. Ihre aktuelle Single erinnert mich etwas an Goldfrapp, allerdings mit deutlich mehr 80er Synthie-Flair und wunderbar waberndem Bass. Ein ziemlich cooler Track!


Slow Riot «Trophy wife» – in eine ganz andere Kerbe schlägt die irische Band Slow Riot. Hier schimmert etwas Interpol durch, gepaart mit modernen Indierock-Gitarren, wie man besonders bei diesem Song hören kann.